TEXTE fürs SPRECHEN schreiben, lampenfieber

lampenfieber mindern kann man folgendermaszen: (a) versetzen Sie sich bei einer redeprobe ganz in die situation des ernstfalls, (b) bitten Sie gute freunde, publikum zu „spielen“ oder sich auch später  im saal hinzuzusetzen. vertraute gesichter zu sehen gibt sicherheit! (c) entspannen sie sich vor redebeginn, tun Sie etwas ganz anderes, gehen sie spazieren, essen Sie etwas (aber nicht zuviel), und einen moment vor beginn: zwanzig tiefe atemzüge! (d) bemühen Sie sich, gerade am anfang betont langsam zu sprechen.

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TEXTE fürs SPRECHEN schreiben, lampenfieber

TEXTE fürs SPRECHEN schreiben, wiederholung, variation

die wiederholung des grundgedankens bewirkt eine befestigung des inhalts im hörer. eine kleine dosis davon wirkt aufmunternd, eine zu grosse aber ermüdend.

die aufmerksamkeit des hörers muss sich immer wieder erholen können. wechseln Sie daher die diktion öfter: einmal straff, dann wieder aufgelockert. auf keinen fall darf jeder satz mit „schwerer kost“ belastet werden.

auflockerung kann man durch humor erreichen. bittere wahrheiten lassen sich humorvoll besser servieren als trocken und sachlich. unterscheiden Sie humor und witz je nach zweckhaftigkeit:

humor

witz

liebevoll scharf
seelischer überschuss geistreich
zusammenführend, integrierend schneidend
lächelt/ schmunzelt lacht/ lacht aus
strahlt funkelt
hilft über unzulänglichkeiten hinweg entlarvt die unzulänglichkeit der welt

 

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TEXTE fürs SPRECHEN schreiben, wiederholung, variation

TEXTE fürs SPRECHEN schreiben, atmen und redehemmung

wir müssen mit dem atem haushalten und mit wenig luft viel erreichen. gutes atmen und ggf. betont langsames artikulieren führen zu einem resonanzreichen sprechen.

grundregel für die sprechpraxis: man atme stets nur dann ein, wenn der sinn eine pause gestattet. bei schneller sprechweise ist manchmal nur zeit zum  schnellen nachatmen, nicht zum vollatmen.
dass man sich einmal verspricht, lässt sich nie ganz vermeiden. man verbessert sich aber nicht wegen kleiner grammatischer unrichtigkeiten. das lenkt zu sehr vom eigentlichen inhalt ab und macht den versprecher grösser als er ursprünglich war.

das menschliche gehirn ist eine grossartige sache: es hört keinen moment auf zu arbeiten – bis man sich erhebt, um eine rede zu halten. redehemmungen sind aber auch beim geübten redner das natürlichste der welt.

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TEXTE fürs SPRECHEN schreiben, atmen und redehemmung

TEXTE fürs SPRECHEN schreiben, gedächtnis

die ständige übung des gedächtnisses ist für den redner gold wert. das gedächtnis kann erfahrungsgemäsz durch drei mittel gestärkt werden:

(1) konzentration und gesteigerte eindrucksfähigkeit,
(2) gedankenverknüpfung und gedächtnis-/ eselsbrücken,
(3) wiederholung.

die gedächtnismäszige anordnung einer rede bewährt sich.

(1) prägen Sie sich den grundgedanken dessen ein, was Sie sagen wollen,
(2) gliedern Sie mehrere gedanken nach einer art innerem grundriss.

eine gute konzentrationsübung ist, die rede quasi im zeitraffer an sich vorbeiziehen zu lassen. das erzeugt eine bildhaftigkeit, die einen auch später noch stützen kann.

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TEXTE fürs SPRECHEN schreiben, gedächtnis