Crauss & Nassauer mit Loops und Klängen beim Kunstwechsel 2016

Kunstwechsel 2016

Crauss und Armin Nassauer beteiligen sich am diesjährigen Kunstwechsel mit Klangcollagen: Service-Loops, Glockenläuten, Live-Textperformances und Schallplattenimprovisationen sind vom 02. bis 04. Dezember neben Bildwerken der Kollegen und Kolleginnen in der 3. Etage des Sieg-Karrée in Krönchentown-City zu bestaunen und wertzuschätzen. Der Eingang zum Event ist auf dem Bahnhofsplatz zwischen WDR und Zara.
Alles über das Programm, die Zeiten und Beteiligten verrät die Website der Organisatoren: die Gruppe 3/55 engagiert sich seit Jahren für Kultur in Siegen. Danke dafür!

JUNGE REHAUGEN im fixpoetry-express!

DIESER JUNGEdas fixpoetry express experimentiert mit neuen ansätzen in der digitalen literaturkritik. wer denkt wie und warum? was sagt der autor dazu? können Sie das nachvollziehen? interaktiv und transparent – eine demokratische debatte über literatur. zwei literaturkritiker, (Martin A. Hainz und Mario Osterland sind in der 6. folge der reihe mit Crauss über DIESER JUNGE. DIGITAL TOES im gespräch. das e_book ist erschienen im verlagshaus berlin in der edition binaer. diese bringt das gedicht in den virtuellen raum und wir nutzen genau diesen raum, um dem gedicht in die jungen augen zu sehen.

IN GUTER NACHBARSCHAFT: jungsgedichte und herrenprosa

die lesereihe in guter nachbarschaft bringt seit 2014 etablierte autoren, literarische talente und musiker in jena, erfurt und weimar zusammen. mit der kombination aus lesung, konzert und offenem mikrofon ist die reihe fester bestandteil der thüringer literaturszene.

Crauss (c) marvellous

am 05.11.2016 ist Crauss ab 19:00 uhr im erfurter klubcafé Franz Mehlhose zu gast
, um jungsgedichte und herrenprosa zu präsentieren. musikalisch wird der abend begleitet vom beeindruckenden sound aus folk und experimentellem elekro des erfurters littlemanlost. und wie immer steht autorentalenten für jeweils sieben minuten das offene mikrophon zur verfügung.

TEXTGESTALTUNG, verständlichkeit

nicht alles, was richtig ist, ist auch verständlich.

die verständlichkeit eines textes beurteilt der leser: seine position, sein vorwissen, sein aufnahmevermögen sind zu bedenken.

formulieren Sie so genau wie möglich, aber nicht genauer als nötig.

wählen Sie wörter, die bekannt sind oder binden Sie vermutlich klärungsbedürftige begriffe so ein, dass ihre bedeutung sich aus dem zusammenhang erschliesst.

schachtelsätze provozieren die vermutung: viel verpackung, wenig inhalt. einfache reihungen hingegen sind wie eine schlaglochstrecke in der argumentation.

SCHÖNER SCHREIBEN, hauptwörterkrankheit und nebelsätze

besonders wir deutschen leiden an hauptwörterkrankheit und verb-armut. das hauptwort bringt aber erstarrung, während beim zeitwort bewegung und geschwindigkeit liegt. lösen Sie hauptwörter verbal auf, wo es möglich ist!

viele nebensätze werden zu nebelsätzen! eine alte regel gilt auch für moderne texte: neuer gedanke = neuer satz.

finden Sie angemessene, aber nicht übertriebene worte. Mark Twain: „der unterschied zwischen dem richtigen wort und dem beinah richtigen wort ist der gleiche wie der zwischen blitz und glühwürmchen.“

machen Sie aus dem prinzip einen grundsatz: verzichten Sie auf fremdwörter, die leicht durch ein deutsches wort zu ersetzen sind. der thesaurus (als buch, im web oder integriert im schreibprogramm) hilft beim aneignen eines wissens- und wortspeichers.

seien Sie konkret, benutzen Sie Ihre eigene sprache. Kurt Tucholsky: „das geheimnis des guten redners: man brauche gewöhnliche worte – und sage ungewöhnliche dinge!“