DIE LETZTEN IHRER ART

die letzten ihrer artCrauss‘ debut CRAUSSTROPHOBIE wurde von der kritik als einer der bemerkenswertesten erstlinge der letzten jahre bezeichnet. im frühjahr 2018 hat sich die lyrikedition 2000 – heute unter der firmierung „allitera verlag“ – entschlossen, trotz print on demand verfahren CRAUSSTROPHOBIE sowie ALLES ÜBER RUTH, die gedichte über eine kreuz und queer ineinander verliebte jugendclique, nicht mehr vorrätig zu halten und aus dem programm zu streichen.

einige restexemplare sind noch über den autor erhältlich, nicht mehr lange werden sie in online-kaufhäusern gelistet sein, ganz selten wird man die bände zudem über den antiquarischen handel wiederfinden – eben wegen des auf-wunsch-drucks. verloren sind die poeme aber nicht, Crauss nimmt sie weiterhin mit zu lesungen, und früher oder später werden sie einen reprint erfahren. ganz sicher!

unter die zufriedenen leser von ALLES ÜBER RUTH zählten und zählen ua. Peggy Neidel, Stephan Reich und Jan Skudlarek sowie Christel Fallenstein – trotz ihrer klage, man erfahre ja allerhand über die Queenie, über Tom, Enno und Madeleine, aber fast garnichts über die arme Ruth … das in dem band enthaltene poem russischer zopf nahm Friederike Mayröcker 2012 in die sammlung ihrer 25 lieblingsgedichte auf.

zufriedene leser

DIE HARTE SEITE: jetzt vorbestellen!

Crauss: DIE HARTE SEITE DES HIMMELSes ist soweit: ab sofort lässt sich Crauss‘ 2018er gedichtband DIE HARTE SEITE DES HIMMELS im shop des verlagshauses berlin vorbestellen! Mayröcker-reminiszenzen, pilotengedichte, also alles, was das herz begehrt: poesie für rauhbeine und solche, die sich nicht fürchten vor ihnen.

Crauss‘ gedichtband erzählt vom schicksal der piloten, die die ungunst der geschichte oder das ende einer liebe auf die harte seite des himmels verschlägt. Walter Faber, St. Exupéry, Ken Kitsen: ihre träume sind torsi, ein ringen nach atem in den staubwolken des rollfelds, auf ihren post- und nachtflügen erleben sie die gewaltige schönheit und die furchtbare drohung elementarer kräfte. auf jedem airport tanken sie sprit und liebe. ihr mädchen heißt Shirl, manchmal laufen halbstarke den startenden dakotas nach – aber ob die rauhbeine je wiederkehren, steht in den sternen.

eine ausführliche buchvorstellung in mehreren teilen lieferte im nov/okt 2017 bereits die blackbox.

 

NICHT ENDENDE VORREDE: 10 JAHRE PROLOG

PROLOG XProlog – Heft für Zeichnung und Text veröffentlicht frei poetisch Subjektives in Form von Zeichnungen und Texten sowie künstlerische Manifeste, InterviewsDokumentationen von Schaffensprozessen u.v.m. Jede Nummer widmet sich einem Thema, Themen waren z.B. Rand, Arbeit, Struktur(en), u-TOPIEN… Seit der Gründung 2007 haben im Prolog über 200 Künstler- und AutorInnen aus Berlin, der BRD (alt/ neu/ gesamt), aus Österreich, der Schweiz, aus Frankreich, Italien, Dänemark, Großbritannien, Russland, den USA, Japan, China und … veröffentlicht.

Zum Jubiläum ist jetzt eine über 130seitige Überblicksnummer mit CD erschienen. Von Crauss gibts das Gedicht grenzüberschreitung/mittelformat 1963 in einem deutsch-georgischen Audio-Mashup, eine improvisation auf Klavkis atemlosigkeit des denkens als Mini-Lesung sowie das Gedicht brav! mit worten mich bändigen, das es 2016 nicht mehr in die Liebesgedichtschachtel BUNTE SOCKEN TRAGEN schaffte.

Blackbox VI – Copilot-Extrakt

Vom Terminal aus verabschiedet sich Crauss aus der BlackBox des Verlagshauses Berlin, wo aber bereits im Frühjahr 2018 wieder die Türen entriegelt und die Treppen heruntergelassen werden, um den neuen Band DIE HARTE SEITE DES HIMMELS zu erden!


Felix Bauer2011 produzierte Crauss mit dem Tonmann Martin Leitner für den ORF „SALZ UND FARBE“, ein Seestück zum Hören, bei dem die Zutat zu sämtlichen Soundeffekten, Beats und Interferenzen allein Crauss‘ Stimme war. Nicht mehr, aber auch nicht weniger als Crauss‘ Stimme. Ein einsamer Heimkehrer, aber auch: eine volle, halbvolle Kneipe, Möwen und das Knallen eines streikenden Propellers. Die schwüle Luft im Landesinnern sagt dir: von hier aus kehrst du nicht wieder!
Crauss als Radiokunst in dolby digital 5.1 surround sound folgte 2014 ein dreieinhalbminütiger Copilot-Extrakt mit Texten, die 2018 im Pilotengedichtband, begleitet von Illutrationen Felix Bauers erscheinen werden.

PERFORMANCE, schnarrende

„glücklicherweise war das gedränge von herren und damen so gross, dass ich unbemerkt in einem winkel mit Rückert bald aus herzensgrunde fluchen, bald lachen konnte. für Rückert war es übrigens etwas schwieriger, in solcher weise seinen gefühlen luft zu machen, alldieweil er die ganze gesellschaft um eines hauptes länge überrragte. Goethes Erlkönig wurde vom kaufmanne selbst mit einer schnarrenden, eintönigen viertel-baszstimme rezitiert in einem rhythmus, der ungefähr dem ähnelte, was Haeffner einen trippeltakt nennt, so dass er, kurz gesagt, 50 stockprügel verdient hätte. auch ein stück Rückerts, eine art preis- oder wettgesang (sogenanntes tenzone) zwischen ihm und seinem freunde Uhland, wurde von den beiden ehrbaren reimerhäuptlingen Castelli und Deinhardstein mit einem so verkehrten pathos vorgelesen, dass Rückert darob in raserei geriet, obgleich das ganze nur geschah, um ihm, der jetzt in deutschland ein grosses ansehen geniesst, ein kompliment zu machen.

Per Daniel Atterbom, breslau, den 5. februar 1819

Blackbox V – Gedichte heute

Friederike Mayröcker: und Pflanzen rasen ...»Zu mir hat FM damals gesagt, so müssen Gedichte in Deutschland heute sein«, schreibt Christel Fallenstein, langjährige Begleiterin der Ebstehung vieler Mayröckertexte. Mit einem ganz besonderen Beitrag meldet sich Crauss heute aus der BlackBox! Es gibt einen tiefen Einblick in die Beziehung zwischen ihm und Friederike Mayröcker, ein Faksimile und Aufnahmen gibt es auch zu hören!


Im Verlagshaus Berlin stellt Crauss seinen im März 2018 erscheinenden Gedichtband DIE HARTE SEITE DES HIMMELS vor. Die Pilotengedichte werden illustiert von Felix Bauer. Crauss‘ Gedichtband handelt vom Schicksal der Piloten, die die Ungunst der Geschichte oder das Ende einer Liebe auf DIE HARTE SEITE DES HIMMELS verschlägt: Der Himmel kratzt Propellerdelays in die Windschutzscheibe des Fliegers – einer Dakota, einer zuverlässigen Kiste, wenn man achtgibt auf sie. Wenn man das nicht tut, sprengt das Sediment unten im Tank den Motor aus den Tragflächen.


»Ein schöner Lyrikband ist das«,schrieb der Lektor Rainer Goetz übers Manuskript zu DIE HARTE SEITE DES HIMMELS. »schön und doch auch irritierend: So leicht zu lesen waren Crauss-Gedichte noch nie!«

Warten auf ein Leben …

… lautet der Titel der Geschichte, die Martin Baumeister in der aktuellen Nummer 33 der Kritischen Ausgabe präsentiert: „Sie winken den Kellner heran, bezahlen und verlassen gemeinsam das Café.“ Ein junger Mann trifft eine ältere Frau, bewundert ihren Stil, ihre Gelassenheit. Das ist, was er sich unter Freiheit vorstellt. „Er will ihr einen Ort zeigen, sagt er.“ Die Geschichte nimmt ihren Lauf, und Martin Baumeister beweist ein Erzähltalent jenseits von Schreibschulen-Mechanik.
KA 27, Freiheit
Im Freiheitsheft der Zeitschrift für Literatur und Dialog geht es weiter um den vergessenen Autoren Sigfried Pitschmann, um den „Nimbus des Orchideenfachs“ Komparatistik, E.T.A. Hofmanns Blick über den Gendarmenmarkt und vieles mehr. Neben Gundula Schiffer ist Crauss in der K.A. vertreten. Mit DIE ANDEREN nimmt er ein Kapitel des Aufklärungsklassikers Hite Report unter die Lupe. „was haben die dabei empfunden, jemanden zu zwingen // mit ihnen zu schlafen“, fragt er. 

Blackbox IV – Männer und Frauen im Traum

Bis Mitte November 2017 stellt Crauss im Verlagshaus Berlin seinen im März 2018 erscheinenden Gedichtband DIE HARTE SEITE DES HIMMELS vor. Die Pilotengedichte werden illustiert von Felix Bauer.


Passgenau zu Teil III der BLACKBOX, die von den kurzen Sekunden erzählt, die an zwei Menschen und ihrem Flugzeug das gnadenlose Wirken der Zerstörerin Zeit erweisen, zeigt Crauss in Zusammenarbeit mit dem optophonischen Institut Weimar hier einen Videotext: Männer, die halb ausgezogen auf dem Bett liegen und mit leeren Augen den Rauch ihrer Zigarette zur Decke hinauf verfolgen.


 

BLACKBOX III – Bodenberührung (Pilot’s Notes)

aus dem hintergrund blass ein gemälde. ein eindruck,Felix Bauer, Wolkensteine
ein baum entwickelt sich,
ein junge in kniestrümpfen,
eine photographie, der man sich nähert. ein weiss
angezogener junge auf einem acker,
eine photographie, man nähert sich ihr in rascher fahrt.


 

Bis Mitte November 2017 stellt Crauss im Verlagshaus Berlin seinen im März 2018 erscheinenden Gedichtband DIE HARTE SEITE DES HIMMELS vor. Die Pilotengedichte werden illustiert von Felix Bauer.


 

Crauss 2017

Crauss‘ Gedichtband handelt vom Schicksal der Piloten, die die Ungunst der Geschichte oder das Ende einer Liebe auf DIE HARTE SEITE DES HIMMELS verschlägt: Der Himmel kratzt Propellerdelays in die Windschutzscheibe des Fliegers – einer Dakota, einer zuverlässigen Kiste, wenn man achtgibt auf sie. Wenn man das nicht tut, sprengt das Sediment unten im Tank den Motor aus den Tragflächen.


Teil III der BLACKBOX erzählt von den kurzen Sekunden, die an zwei Menschen und ihrem Flugzeug das gnadenlose Wirken der Zerstörerin Zeit erweisen: Männer, die halb ausgezogen auf dem Bett liegen und mit leeren Augen den Rauch ihrer Zigarette zur Decke hinauf verfolgen.