März 11 2016

CRAUSS MISSTRAUT DER UNSCHULD DER BENGEL!

DIESER JUNGECrauss goes digital! jetzt gibts überall, wo es bits und bytes gibt, auch ein e_book von Crauss:

DIESER JUNGE. DIGITAL TOES erscheint im verlagshaus berlin für 6,99 euro (bestellen). „man möchte schon ohs ausrufen und ahs“, denn dieses album mit „verlockenden melodien, süss und sehnsüchtig aus der ferne herüberwehend“ (M. Fallenstein) gibts nicht als hardware, sondern ausschliesslich digital!

wald, badende, strand: idyllen bergen begehren und die lust, sich auf spurensuche zu begeben. die jungen rehaugen, die der autor projiziert oder erinnert, sind niemals geschaute, sind manchmal die eigenen, vor allem aber sind sie gut fürs photoalbum. sie leuchten in cinemascope und technicolor. die digitalen burschen knacken mit den zehen und  winken in lässigen gesten, deren barocke schnörkel CRAUSS in seinem e_book neu vertont und später beschneidet. jeder angedeutete bezug auf eine musik, eine photographie oder einen film fordert einen schlag in den nacken. THIS BOY … is phototronic. ausführliche tracklist

„Crausstexte sind pansmusik“, schreibt Matthias Fallenstein im nachwort des albums. „den dem Pan eigentümlichen ton trafen und treffen in deutschsprachiger dichtung nur wenige autoren, erotische sprache zerfällt zu oft und zu leicht in die extreme plumpester zoten auf der einen, äusserster sublimierung auf der anderen seite: was aber pansmusik genannt werden darf, kann beides und hält sich souverän dazwischen […]
Crausstexte richten den begehrlichen blick auf jungs. freilich geht es Crauss nur selten um solche engelsgesichter, die, kaum vierzehnjährig, noch miteinander raufen, wenn sie einander schon küssen könnten. Crauss misstraut der unschuld dieser bengel. […] sie sind manchmal durchtrieben, oft rauhbeinig, […] mit der dunklen, aber nicht abzuwehrenden sicherheit ihres getriebenseins wissen sie, was sie wollen und wie man drankommt.“

Elke Heinemann bespricht in der FAZ vom 09.03.2016 und auf ihrem blog den lyrik code, in dem das verlagshaus berlin die gedichte aufs mobile medium transportiert, ohne die variabilität und fragilität der gedichte durch überflexible einstellmöglichkeiten durch den user zu zerstören.

volle blüte im lyrik-code


Schlagwörter: , , , , , , , ,

Veröffentlicht11. März 2016 von Crauss in Kategorie "medien", "text

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.