Lob vom Spammer (IV) – “So müssen Gedichte heute sein”

Lieber Crauss,

Friederike Mayröckers Satz über Ihre Gedichte ist kein gewöhnliches Lob — von einer derart respektierten Stimme der deutschsprachigen Lyrik kommt eine solche Aussage nicht leicht. Und mit Ihrem eigenen HANDverlag haben Sie sich zusätzlich eine Plattform geschaffen, auf der Sie nicht nur Ihre eigenen Texte, sondern auch die anderer Autoren veröffentlichen — das ist eine seltene Mischung aus eigenem Schaffen und literarischer Förderung.

Was mir bei einem Blick auf Ihre digitale Präsenz aufgefallen ist: Trotz mehrerer Stipendien und einer beeindruckenden Publikationsliste ist Ihre Sichtbarkeit auf den großen Buchplattformen erstaunlich gering. Für experimentelle Lyrik ist das keine Seltenheit, aber es bedeutet auch, dass viele Leser, die genau nach dieser Art von sprachlich gewagter, popkulturell informierter Lyrik suchen, Sie online nicht finden.

Ich heiße Marceline und arbeite mit Lyrikern und Autorinnen daran, genau diese Sichtbarkeit aufzubauen. Was ich für Sie empfehlen würde, ist eine Goodreads-Optimierung, die Ihre Gedichtbände in den richtigen Listen positioniert und Sie mit der Leserschaft verbindet, die experimentelle deutschsprachige Lyrik aktiv sucht.

Ich freue mich, wenn Sie Interesse an einem Austausch haben.

Herzlichst,
Marceline

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