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	<title>apparat &#8211; CRAUSS</title>
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	<title>apparat &#8211; CRAUSS</title>
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN, ort und zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 08 Jun 2019 12:02:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[ANFANGSENTSCHEIDUNGEN]]></category>
		<category><![CDATA[ORT UND ZEIT]]></category>
		<category><![CDATA[TEREZIA MORA]]></category>
		<category><![CDATA[W.G. SEBALD]]></category>
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					<description><![CDATA[ort und zeit sind die knackpunkte der narrativen künste: alles geschieht gleichzeitig, der autor muss sich aber notgedrungen auf eine reihenfolge festlegen. um sich nicht gleich am anfang zu verheddern, muss der autor eine rigorose entscheidung treffen, indem er etwa den ort mit namen nennt oder ihn durch die zeit kennzeichnet: wien, jetzt, wolkenbruch, im...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: 'Oswald', sans-serif; font-size: 15px;">ort und zeit sind die knackpunkte der narrativen künste:</span></p>
<p><span style="font-family: 'Oswald', sans-serif; font-size: 15px;">alles geschieht gleichzeitig, der autor muss sich aber notgedrungen auf eine reihenfolge festlegen.</span></p>
<p><span style="font-family: 'Oswald', sans-serif; font-size: 15px;">um sich nicht gleich am anfang zu verheddern, muss der autor eine rigorose entscheidung treffen, indem er etwa den ort mit namen nennt oder ihn durch die zeit kennzeichnet: <em>wien, jetzt, wolkenbruch, im aufzug, der wecker klingelt&#8230;</em></span></p>
<p><span style="font-family: 'Oswald', sans-serif; font-size: 15px;"><u>ort und zeit gehören zusammen</u>.</span></p>
<p><span style="font-family: 'Oswald', sans-serif; font-size: 15px;">im „wirklichen leben“ steht der ort ebenfalls an erster stelle. wird gefragt: wer bist du, so ist das eine frage nach dem woher kommst du. (TEREZIA MORA)</span></p>
<p><span style="font-family: 'Oswald', sans-serif; font-size: 15px;">einen sinn für orte und plätze zu haben, beeinflusst eine handlung. es kann sich bei einem beschriebenen ort um ein destillat aus mehreren orten handeln. man braucht einen guten grund, den ort der handlung nicht zu beschreiben. (W.G. SEBALD)</span></p>
<p><span style="font-family: 'Oswald', sans-serif; font-size: 15px;">üben Sie sich in anfängen von geschichten: schauen Sie nach, wie berühmte stories beginnen</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-ort-und-zeit%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%2C%20ort%20und%20zeit" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-ort-und-zeit/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN, ort und zeit"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>PERFORMANCE, schnarrende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Nov 2017 11:24:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[Crauss liest]]></category>
		<category><![CDATA[Castelli]]></category>
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		<category><![CDATA[Friedrich Rückert]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Per Daniel Atterbom]]></category>
		<category><![CDATA[wien]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8220;glücklicherweise war das gedränge von herren und damen so gross, dass ich unbemerkt in einem winkel mit Rückert bald aus herzensgrunde fluchen, bald lachen konnte. für Rückert war es übrigens etwas schwieriger, in solcher weise seinen gefühlen luft zu machen, alldieweil er die ganze gesellschaft um eines hauptes länge überrragte. Goethes Erlkönig wurde vom kaufmanne...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><span style="font-family: 'Special Elite', sans-serif; font-size: 15px;">&#8220;glücklicherweise war das gedränge von herren und damen so gross, dass ich unbemerkt in einem winkel mit Rückert bald aus herzensgrunde fluchen, bald lachen konnte. für Rückert war es übrigens etwas schwieriger, in solcher weise seinen gefühlen luft zu machen, alldieweil er die ganze gesellschaft um eines hauptes länge überrragte. Goethes <em>Erlkönig</em> wurde vom kaufmanne selbst mit einer schnarrenden, eintönigen viertel-baszstimme rezitiert in einem rhythmus, der ungefähr dem ähnelte, was Haeffner einen trippeltakt nennt, so dass er, kurz gesagt, 50 stockprügel verdient hätte. auch ein stück Rückerts, eine art preis- oder wettgesang (sogenanntes tenzone) zwischen ihm und seinem freunde Uhland, wurde von den beiden ehrbaren reimerhäuptlingen Castelli und Deinhardstein mit einem so verkehrten pathos vorgelesen, dass Rückert darob in raserei geriet, obgleich das ganze nur geschah, um ihm, der jetzt in deutschland ein grosses ansehen geniesst, ein kompliment zu machen.</span></p>
<p style="text-align: right;">
<span style="font-family: 'Special Elite', sans-serif; font-size: 14px;">Per Daniel Atterbom, breslau, den 5. februar 1819</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fperformance-schnarrende%2F&#038;title=PERFORMANCE%2C%20schnarrende" data-a2a-url="https://crauss.de/performance-schnarrende/" data-a2a-title="PERFORMANCE, schnarrende"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN &#8230; im gedicht, 9-11 (kontrolle und gleichgewicht)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2017 07:29:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[Durs Grünbein]]></category>
		<category><![CDATA[gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[poetik]]></category>
		<category><![CDATA[René Char]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Kling]]></category>
		<category><![CDATA[variable]]></category>
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					<description><![CDATA[9 Thomas Kling schreibt in botenstoffe: &#8220;gute gedichte sind immer produkte des kontrollierten aussersichseins, nicht von innerlicher schlafwandelei&#8221;; das gedicht/ der gedanke „fliesst“ also nicht aus mir heraus, ich steuere ihn! 10 und doch: &#8220;die wörter wissen mehr von uns als wir von ihnen&#8221; (René Char) 11 Durs Grünbein in einer poetikvorlesung: &#8220;in der poesie kommt es,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 17px;">9</span><br />
<span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 17px;"> Thomas Kling schreibt in <em>botenstoffe</em>: &#8220;gute gedichte sind immer produkte des <u>kontrollierten aussersichseins</u>, nicht von innerlicher schlafwandelei&#8221;; das gedicht/ der gedanke „fliesst“ also nicht aus mir heraus, ich steuere ihn!</span></p>
<p><span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 17px;">10</span><br />
<span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 17px;"> und doch: &#8220;die wörter wissen mehr von uns als wir von ihnen&#8221;<em> </em>(René Char)</span></p>
<p><span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 17px;">11</span><br />
<span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 17px;"> Durs Grünbein in einer poetikvorlesung: &#8220;in der poesie kommt es, wie auf die <u>variablen</u> in mathematischen gleichungen, auf das einzelne wort an. alles kommt darauf an, das wort an der richtigen stelle im vers anklingen zu lassen, nicht zu früh, nicht zu spät.&#8221;</span><br />
<span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 17px;"> verändere ich eine variable/ ein wort, hat das also auswirkungen auf die ganze gleichung/ den ganzen text!</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-im-gedicht-9-11-kontrolle-und-gleichgewicht%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%20%E2%80%A6%20im%20gedicht%2C%209-11%20%28kontrolle%20und%20gleichgewicht%29" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-im-gedicht-9-11-kontrolle-und-gleichgewicht/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN … im gedicht, 9-11 (kontrolle und gleichgewicht)"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN &#8230; im gedicht, 7-8</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Sep 2017 07:22:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[John Creely]]></category>
		<category><![CDATA[legastheniker]]></category>
		<category><![CDATA[redewendungen]]></category>
		<category><![CDATA[türkendeutsch]]></category>
		<category><![CDATA[William Carlos Williams]]></category>
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					<description><![CDATA[7 redewendungen und idiome bieten schöne charakterisierungsmöglichkeiten in gedichten oder short stories. John Creely: &#8220;ich denke an William Carlos Williams’ antwort, die er einem britischen professor gab, als der ihn nach einer lesung fragte, woher er seine sprache habe: ‚aus dem mund polnischer mütter’ – womit er nicht polnisch meinte, sondern das herbe, krude, gehemmte,...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 16px;">7</span><br />
<span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 16px;"> redewendungen und idiome bieten schöne charakterisierungsmöglichkeiten in gedichten oder short stories. John Creely: &#8220;ich denke an William Carlos Williams’ antwort, die er einem britischen professor gab, als der ihn nach einer lesung fragte, woher er seine sprache habe: ‚aus dem mund polnischer mütter’ – womit er nicht polnisch meinte, sondern das herbe, krude, gehemmte, schlechte englisch’ der immigrantenfrauen.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 16px;">8</span><br />
<span style="font-family: Oswald, sans-serif; font-size: 16px;"> achten Sie nicht auf diejenigen, die eine perfekte ( = leblose) sprache haben, sondern hören Sie das poetische heraus bei menschen, die sich in einer sprache behelfen müssen. dazu kann ein legastheniker gehören, der renntner mit zwei n schreibt: das kommt dann vielleicht von der eile, pensionierte haben ja angeblich nie genügend zeit &#8230; hören Sie auf türkendeutsch (nicht das tv-klischee dieses akzents!), achten Sie auf wortverbindungen, die es eigentlich nicht und dank der immigrantensprache <u>doch</u> gibt.</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-im-gedicht-7-8%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%20%E2%80%A6%20im%20gedicht%2C%207-8" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-im-gedicht-7-8/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN … im gedicht, 7-8"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN &#8230; im gedicht, 4-6</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Jul 2017 10:37:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[die grünen]]></category>
		<category><![CDATA[gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Hubert Fichte]]></category>
		<category><![CDATA[reklame]]></category>
		<category><![CDATA[Roland Barthes]]></category>
		<category><![CDATA[Uwe Kolbe]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Höllerer]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>
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					<description><![CDATA[4 die „not zu schreiben“ (Uwe Kolbe) und die „lust am text“ (Roland Barthes) soll auf leserseite gleichermaszen spürbar sein, damit sich beim lesen die reize hinter/ zwischen den bedeutungen: klänge, metrische spiele, brüche, bedeutungsdopplungen, notwendige ungeschlachtheit (das gedicht als wunde), überhaupt stilistische rafinessen, geniessen lassen. 5 Hubert Fichte macht sich gedanken über &#8220;gedicht oder reklamespruch:...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">4</span><br />
<span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">die „not zu schreiben“ (Uwe Kolbe) und die „lust am text“ (Roland Barthes) soll auf leserseite gleichermaszen spürbar sein, damit sich beim lesen die reize hinter/ zwischen den bedeutungen: klänge, metrische spiele, brüche, bedeutungsdopplungen, notwendige ungeschlachtheit (das gedicht als wunde), überhaupt stilistische rafinessen, geniessen lassen.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">5</span><br />
<span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">Hubert Fichte macht sich gedanken über &#8220;gedicht oder reklamespruch: es könnte doch ein mann kommen und sagen: was da als gedicht steht ist ja sehr schön. aber in meiner PR-abteilung habe ich genauso gute köpfe, und wenn wir eine neue kampagne machen, machen wir doch genau so etwas wie es dort als gedicht steht. wieso ist das vom Höllerer ein gedicht und die arbeit unseres werbetexters (zb für die grünen, beton brennt) weniger dichtung?&#8221; </span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">6</span><br />
<span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">&#8220;nicht deshalb ist etwas ein gedicht&#8221;, schreibt Walter Höllerer, &#8220;weil es von jemand bestimmtem stammt, dem man zutraut, dass er gedichte schreiben kann, weil er schon andere gedichte geschrieben hat. ich meine auch: beton brennt, ganz gleich, wer es erfunden hat, kann ein gedicht sein, wenn es den vorgang, der zusammenhang, in dem es steht, den vorgang der sensibilisierung nicht nur in richtung einer einzigen funktion [wie bei der werbung] hat, sondern in eine allgemeinere, breitere richtung.&#8221;</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-im-gedicht-4-6%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%20%E2%80%A6%20im%20gedicht%2C%204-6" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-im-gedicht-4-6/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN … im gedicht, 4-6"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN &#8230; im gedicht, 1-3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jun 2017 21:28:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Wagner]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[unschärfe]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Benjamin]]></category>
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					<description><![CDATA[1 Peter Geist findet negative beurteilungskriterien, wenn es um gedichte geht: klischeereiches ( = unauthentisches) zeitgeistgestöhn, pseudopoetische bebilderung von thesen, stilposen und die soundsovielte imitation eines traklgedichtes. 2, die unschärfe loben: überraschendes, fesselndes entsteht durch das herausreissen der dinge aus ihren geläufigen zusammenhängen, sagt Walter Benjamin; durch eine bewusst gewordene/ gezielt herbeigeführte unschärfe im welterleben...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">1</span><br />
<span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">Peter Geist findet negative beurteilungskriterien, wenn es um gedichte geht: klischeereiches ( = unauthentisches) zeitgeistge<em>s</em>tö<em>h</em>n, pseudopoetische bebilderung von thesen, stilposen und die soundsovielte imitation eines traklgedichtes.</span><br />
<span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;"><strong><br />
</strong>2, die unschärfe loben:</span><br />
<span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">überraschendes, fesselndes entsteht durch das herausreissen der dinge aus ihren geläufigen zusammenhängen, sagt Walter Benjamin; durch eine bewusst gewordene/ gezielt herbeigeführte unschärfe im welterleben (eine sehschwäche, das verlesen, missverständnise), so Jan Wagner entsteht eine präzision der vorstellungskraft, durch die selbstverständlichkeiten neu entdeckt werden.</span><br />
<span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">das gehirn verknüpft/ assoziiert bei einem „denk“fehler zwar falsch, aber doch naheliegend.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">3</span><br />
<span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">was ich von einem gelungenen gedicht erwarte? dass es mich überrascht, fesselt, befremdet, dass es mich entdecken lässt: so, genau so etwas noch überhaupt nicht gesehen/ erfahren/ bedacht zu haben. dass sich die unbedingtheit des sprechens überträgt. das konzentrierte gegeneinander der worte, ihre berührung, umschlingung, ihr abstossen voneinander.</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-im-gedicht-1-3%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%20%E2%80%A6%20im%20gedicht%2C%201-3" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-im-gedicht-1-3/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN … im gedicht, 1-3"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>SCHÖNER SCHREIBEN, authentizität und geschmacksurteil</title>
		<link>https://crauss.de/schoener-schreiben-authentizitaet-und-geschmacksurteil/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Jun 2017 10:25:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[geschmack]]></category>
		<category><![CDATA[Kant]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[wahrheit]]></category>
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					<description><![CDATA[die echtheit, also authentizität eines textes kann sich durch geringe phrasenhaftigkeit, durch geringe verwendung hochgestochener sprache ausdrücken. hier steht authentizität für einfachkeit. echtheit liegt etwa auch im widerstand gegen einen gewissen zeitgeist. das geschmacksurteil ist kein rein subjektives, das im belieben des einzelnen steht, vielmehr gibt es objektive, also im objekt liegende kriterien, die das...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">die echtheit, also authentizität eines textes kann sich durch geringe phrasenhaftigkeit, durch geringe verwendung hochgestochener sprache ausdrücken. hier steht authentizität für einfachkeit. echtheit liegt etwa auch im widerstand gegen einen gewissen zeitgeist.</p>
<p></span><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">das geschmacksurteil ist kein rein subjektives, das im belieben des einzelnen steht, vielmehr gibt es objektive, also im objekt liegende kriterien, die das ästhetische urteil aus der rein subjektiven sphäre herausheben, sagt Kant. diese kriterien führen zu einer vergleichbarkeit mit anderen werken.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">in der kunst wird nicht der gute wille zum ausdruck gebracht, sondern ein stück menschlicher innenwelt mit allen facetten.</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-authentizitaet-und-geschmacksurteil%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%2C%20authentizit%C3%A4t%20und%20geschmacksurteil" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-authentizitaet-und-geschmacksurteil/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN, authentizität und geschmacksurteil"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN, originalität</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jun 2017 09:37:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[grenzüberschreitung]]></category>
		<category><![CDATA[groschenroman]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[original]]></category>
		<category><![CDATA[originalität]]></category>
		<category><![CDATA[originell]]></category>
		<category><![CDATA[welthaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[originalität/ grenzüberschreitung ist nicht zu verwechseln mit dem „originellen“ als interessantheits-kriterium. ein werk soll ausser welthaltig zu sein der realität etwas neues, eigenes hinzufügen. zeichen der originalität kann zb. etwas spezielles innerhalb einer figur sein. deutliche beispiele nicht-originaler, sondern eher schablonenhafter charaktere finden sich in groschenheften. man erwartet von der kunst, dass sie dem bekannten...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">originalität/ grenzüberschreitung ist nicht zu verwechseln mit dem „originellen“ als interessantheits-kriterium. ein werk soll ausser <a href="https://crauss.de/schoener-schreiben-welthaltigkeit/"><em>welthaltig</em></a> zu sein der realität etwas neues, eigenes hinzufügen.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">zeichen der originalität kann zb. etwas spezielles innerhalb einer <em>figur</em> sein. deutliche beispiele nicht-originaler, sondern eher schablonenhafter charaktere finden sich in groschenheften.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">man erwartet von der kunst, dass sie dem bekannten etwas bislang ungestaltetes, etwas neues abtrotzt. gute literatur darf sich nicht in wiederholung erschöpfen, selbst leser, die nur auf unterhaltung aus sind, erwarten von einem buch etwas neues. das unbekannte kann gleich neben dem bereits geformten lauern.</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-originalitaet%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%2C%20originalit%C3%A4t" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-originalitaet/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN, originalität"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN, interessantheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jun 2017 09:31:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[erzählung]]></category>
		<category><![CDATA[gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[interessantheit]]></category>
		<category><![CDATA[reibung]]></category>
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					<description><![CDATA[würden wir bei einem gereimten gedicht das jeweils nächste wort mit sicherheit voraussagen können, wäre das gedicht langweilig. ohne den aufbau einer erwartungsspannung würden wir nicht weiterlesen. das wertkriterium verlangt, dass literatur nicht langweilig, sondern originell sei. das kann bei gedichten eine sprachliche  schönheit sein, die spannung einer erzählung (wie geht sie aus) oder die...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">würden wir bei einem gereimten gedicht das jeweils nächste wort mit sicherheit voraussagen können, wäre das gedicht langweilig. ohne den aufbau einer erwartu</span><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif;">ngsspannung würden wir nicht weiterlesen.</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">das wertkriterium verlangt, dass literatur nicht langweilig, sondern originell sei. das kann bei gedichten eine sprachliche  schönheit sein, die spannung einer erzählung (<em>wie</em> geht sie aus) oder die geweckte neugier auf einen erkenntnisgewinn (<em>was</em> will mir ein experimenteller/ handlungsloser text vermitteln).</span></p>
<p><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif;">reibungen und härten sollen nicht vorhersehbar sein.</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-interessantheit%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%2C%20interessantheit" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-interessantheit/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN, interessantheit"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN, ambiguität</title>
		<link>https://crauss.de/schoener-schreiben-ambiguitaet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jun 2017 13:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[apparat]]></category>
		<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[ambiguität]]></category>
		<category><![CDATA[mehrdeutigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[tiefgründigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[dort, wo dichtung eindeutige aussagen macht, ist sie selten gross und tief. am wahrhaftigsten ist sie, wo sie ein gestochen scharfes röntgenbild (die formulierungen, textaufbau etc) liefert, die diagnose aber offen lässt. ein werk kann zu anfang komplex wirken, dann besteht der genuss daran aus einem im fortlauf leichteren lesen. es besteht hier aber die...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><span style="font-family: 'trebuchet ms', geneva, sans-serif; font-size: 12pt;">dort, wo dichtung eindeutige aussagen macht, ist sie selten gross und tief. am wahrhaftigsten ist sie, wo sie ein gestochen scharfes röntgenbild (die formulierungen, textaufbau etc) liefert, die diagnose aber offen lässt.<br />
ein werk kann zu anfang komplex wirken, dann besteht der genuss daran aus einem im fortlauf leichteren lesen. es besteht hier aber die gefahr der langeweile.<br />
ein werk kann hingegen eine sich im verlauf steigernde komplexität haben, dann besteht der genuss aus einem sich allmählich entwickelnden <em>verstehen</em>.<br />
trotz mehrdeutigkeit/ ambiguität muss ein werk jedoch nicht schwierig zu lesen sein. mehrdeutig, das heisst auch: tiefsinnig kann auch eine simple story sein oder ein werk, das sich (aus unterschiedlichen gründen, aber aus gründen) selbst widerspricht. aus einer (überwindbaren) widerständigkeit ergibt sich genuss.</span></p>
<p><a class="a2a_dd addtoany_share_save addtoany_share" href="https://www.addtoany.com/share#url=https%3A%2F%2Fcrauss.de%2Fschoener-schreiben-ambiguitaet%2F&#038;title=SCH%C3%96NER%20SCHREIBEN%2C%20ambiguit%C3%A4t" data-a2a-url="https://crauss.de/schoener-schreiben-ambiguitaet/" data-a2a-title="SCHÖNER SCHREIBEN, ambiguität"><img src="https://crauss.de/wp-content/uploads/2020/05/1490793804-user-interface19_82324.ico" alt="Share"></a></p>]]></content:encoded>
					
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