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	<title>a frolic of his own &#8211; CRAUSS</title>
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		<title>SCHÖNER SCHREIBEN, figuren und charaktere 3</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Crauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jul 2019 11:44:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[SCHÖNER SCHREIBEN]]></category>
		<category><![CDATA[a frolic of his own]]></category>
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<p>figuren brauchen details, die sie im gedächtnis des lesers verankern (<span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">W.G. Sebald</span>). beispiel: „der busfahrer war ein dicker karpfen mit einem schnurrbart.“</p>



<p>die romanschriftsteller irren sich, wenn sie glauben, dass ihre leser sich immer wieder die mühe nähmen, die von ihnen sorgfältig beschriebenen gesichter im geiste nachzuzeichnen.<br />wenn ich lese, sein kopf glich einer umgekehrten zwiebel, so habe ich sofort ein bild; wenn es aber heisst, sein haar war braun, seine stirn niedrig, seine nase schön geschwungen, sein mund grob aufgeworfen, so geht das  &#8211; an mir wenigstens &#8211; ziemlich spurlos vorüber. <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">Christian Morgenstern</span><em> </em><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">1906</span></p>



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<p><span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">William Gaddis</span>‘ werk <em>a frolic of his own</em> (1994, dt: letzte instanz) „besteht nahezu vollständig aus hypernaturalistisch geformten dialogen. selbstverständlich bilden die redebeiträge in diesem roman die wirklichkeit nicht etwa 1:1, nach art eines fiktiven tonbandmitschnitts ab, diese dialoge wirken nur so, als ob. es ist eine <em>vom autor ästhetisch gesteuerte realität</em>. jeder figur seines romans verleiht Gaddis eine unverwechselbare sprecherphysiognomie, sodass er ganz ohne narrative personenzuweisungen auskommt.</p>
</div>



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<p>anders dagegen <span class="has-inline-color has-luminous-vivid-orange-color">James Lee Burke</span> in <em>mississippi jam</em>: »eine flachbrüstige schwarze, wahrscheinlich eine polizistin in zivil, mit dünnen armen und einem mund voller goldzähne diskutierte lautstark mit [Nate]. ihre zerknitterte braune bluse hing lässig über einer dunkelblauen hose. ihr make-up war vom regen verschmiert, und sie trug halbschuhe ohne socken. Nate Baxter versuchte, sich von ihr abzuwenden, doch sie folgte ihm, hatte ihre hände in die schmalen hüften gestemmt, und ihr mund öffnete und schloss sich im strömenden regen.«</p>
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