BIOGRAPHISCHES SCHREIBEN – WORKSHOP AM 05.10.2019

Crauss Eierkopf (c) marvellous

Die Welt steckt voller Geschichten, die man nur entdecken muss.
Und manchmal bietet das eigene Leben die besten Stories!

Wir erfinden Geschichten und setzen eigene Erlebnisse in Texte um. Kreative Selbstgestaltung ist nämlich Selbstbestimmung, vor allem dort, wo durchs Schreiben leidenschaftliche Interessen und die Kraft der Veränderung lebendig werden. So werden  neue Ziele sichtbar und es entstehen tolle und verrückte Geschichten.

Mit spielerisch-poetischen Methoden fördert Crauss bei den Teilnehmern eine selbstbewusste Ausdrucksfähigkeit und Themenfindung. Unter seiner kompetenten und einfühlsamen Anleitung muss niemand befürchten, sich von anderen zu tief in die eigene Seele blicken zu lassen. »Für sie ist es eine Story, für mich ist es die Zukunft!«

05.10.2019
12-16 Uhr
50 €, ab 14

Forstinformationszentrum Hohenroth (Eisenstraße zw. Ginsburg/Lützel und Netphen/Deuz)
Anmeldung hier.

HEIMAT

HEIMAT


Der Begriff der Heimat war stets ein sehr deutscher – in anderen Sprachen gibt es das Wort nicht – und es war oft ein schwieriger. Was soll das sein, Heimat? Mit zunehmender realer und virtueller Globalisierung findet eine neue Suche nach Heimat statt. Ein Sprichwort sagt: Heimat ist da, wo du dich nicht erklären musst. Die Abkehr von der Provinz kann ein lebenslanger Motor sein, die Flucht aus der Heimat ist für Viele heute traurige Notwendigkeit, die Einführung eines Ministeriums, das den Heimatbegriff mit Staat und Volk gleichsetzt, hilft da nicht unbedingt weiter.

Fest steht: Heimat hat nichts zu tun mit Idylle.

Ganz gleich, ob wir unser Dorf Schabbach oder Vormwald nennen – wir erkennen unsere Heimat oft nicht wieder, wenn uns das Fernweh gepackt hat und wir erst nach Jahren aus der Welt zurückkehren. Der Filmemacher Edgar Reitz hat sich ein halbes Leben lang mit der Sehnsucht der Weggeher und den Nöten der Daheimgebliebenen beschäftigt. Er hat gefunden, dass wir die Heimat in unserem Herzen mit uns tragen, egal wie fern wir fliehen.
Im dreiteiligen HEIMAT-Epos (Die Handlung geht von 1919 bis 1999) zeigt Reitz, dass sich an einem Dorf das Geschick der gesamten Nation widerzuspiegeln vermag.

Crauss erzählt die Geschichten von Maria Simon – die stets genauso alt wie das Jahrhundert war – und ihres Sohnes, dessen erste Liebe aus dem Dorf verjagt wird und der seiner Heimat den Rücken kehrt mit dem Schwur, nie wiederzukehren.

Dem ca. einstündigen Vortrag folgt die Vorführung der ersten HEIMAT-Episode: „Fernweh“ spielt 1919 bis 1928 und dauert zwei Stunden.

Im Frühjahr und Herbst 2019 folgen dann weitere HEIMAT-Episoden in Kinoformat im Waldlandhaus. Wer daran Interesse hat, ist eingeladen, dies auch vorab schon per Mail an crauss[at]crauss[.]com oder am 25.11.2018 auf einer Interessentenliste zu bekunden. Eintritt 5,00 Euro