SCHÖNER SCHREIBEN, figuren und charaktere 2

auch wenn Sie von sich selbst schreiben: unbedingtes abgewöhnen des ICH: FIGUREN erfinden! so entstehen texte, in denen nicht nur dem ICH etwas passiv geschieht, sondern personen, die aktiv und bewusst handeln. (zuviel ichizismus)

schaffen Sie originale figuren! jeder mensch ist individuell, daher sollten auch charaktere in geschichten einzigartig sein. verwechseln Sie > originalität aber nicht mit originell (ausschliesslich aus einer oder mehrenen auffälligkeiten bestehende figur).

SCHÖNER SCHREIBEN, originalität

originalität/ grenzüberschreitung ist nicht zu verwechseln mit dem „originellen“ als interessantheits-kriterium. ein werk soll ausser welthaltig zu sein der realität etwas neues, eigenes hinzufügen.

zeichen der originalität kann zb. etwas spezielles innerhalb einer figur sein. deutliche beispiele nicht-originaler, sondern eher schablonenhafter charaktere finden sich in groschenheften.

man erwartet von der kunst, dass sie dem bekannten etwas bislang ungestaltetes, etwas neues abtrotzt. gute literatur darf sich nicht in wiederholung erschöpfen, selbst leser, die nur auf unterhaltung aus sind, erwarten von einem buch etwas neues. das unbekannte kann gleich neben dem bereits geformten lauern.