performance texte/n

zum schreiben von texten gehört von je und ursprünglich auch ihr vortrag. texte zu sprechen ist jedoch kein rein physikalischer vorgang, der nur das akustische verständnis ermöglicht, sondern ein rhetorischer prozess, der den ganzen körper (haltung, ausdruck, gestik, mimik) beansprucht. wer texte effektiv sprechen will, setzt mehr ein als bloss den mund.

seit den 1990er jahren sind poetry slams als performance-bühnen beliebt. eventuell gibt es nach mehr als einem viertel jahrhundert standard-slam-ton aber noch und wieder andere, individuelle varianten zu performen.

in diesem kurs werden keine theoretischen, journalistisch/beruflichen formen generiert. es sollen gedichte, lieder und freie literarische geschichten selbst verfasst und lebendig vorgetragen sowie bereits vorhandene, eigene werke mitgebracht werden. welche texte eignen sich »nur« zum leisen lesen, welche zur aufführung?

neben der erprobung von volumen, rhythmus, melodie und pausen bringt der dozent erfahrungen aus seinem literarberuflichen hintergrund ein und vermittelt techniken zur text-moderation oder improvisation, beispielsweise zur einbindung des publikums. im idealfall findet gegen semesterende eine kleine gemeinschaftslesung statt.

diese sprachpraktische übung setzt eine regelmässige intensive mitarbeit voraus! am kurs kann nur teilnehmen, wer zur ersten sitzung erscheint und bereit ist, sich aktiv einzubringen.