KANN MAN AHNEN, WAS DER DICHTER MIT SEINEM LESER VORHAT?

ostra-gehege 89

 

Patrick Wilden hat in #89 der Dresdner Kunst- und Literaturzeitschrift OSTRA-GEHEGE eine sehr schöne Besprechung der HARTEN SEITE DES HIMMELS präsentiert. In seinem Artikel schreibt Wilden auch über die VerlagshausBerlin-Kollegen Piekar, Roth und Vogel; die Vollversion gibts im Heft.

Patrick Wilden, Crauss

DIE LETZTEN IHRER ART

die letzten ihrer artCrauss‘ debut CRAUSSTROPHOBIE wurde von der kritik als einer der bemerkenswertesten erstlinge der letzten jahre bezeichnet. im frühjahr 2018 hat sich die lyrikedition 2000 – heute unter der firmierung „allitera verlag“ – entschlossen, trotz print on demand verfahren CRAUSSTROPHOBIE sowie ALLES ÜBER RUTH, die gedichte über eine kreuz und queer ineinander verliebte jugendclique, nicht mehr vorrätig zu halten und aus dem programm zu streichen.

einige restexemplare sind noch über den autor erhältlich, nicht mehr lange werden sie in online-kaufhäusern gelistet sein, ganz selten wird man die bände zudem über den antiquarischen handel wiederfinden – eben wegen des auf-wunsch-drucks. verloren sind die poeme aber nicht, Crauss nimmt sie weiterhin mit zu lesungen, und früher oder später werden sie einen reprint erfahren. ganz sicher!

unter die zufriedenen leser von ALLES ÜBER RUTH zählten und zählen ua. Peggy Neidel, Stephan Reich und Jan Skudlarek sowie Christel Fallenstein – trotz ihrer klage, man erfahre ja allerhand über die Queenie, über Tom, Enno und Madeleine, aber fast garnichts über die arme Ruth … das in dem band enthaltene poem russischer zopf nahm Friederike Mayröcker 2012 in die sammlung ihrer 25 lieblingsgedichte auf.

zufriedene leser

LAKRITZVERGIFTUNG in kärnten

LAKRITZVERGIFTUNG in kärntenmanchmal (selten genug) treffen botschaften zufriedener leser direkt beim autor ein und versüssen das harte holz, an dem der dichter allzu häufig zu knabbern hat. so auch bei der LAKRITZVERGIFTUNG, die längst in zweiter und erweiterter auflage zu haben ist.
Steffen Kurz, angestellter in frankfurt/m und selbst schreibender, hatte die juicy transversions neulich im  kärnten-urlaub am millstätter see dabei (bild).

Frederik Bornhofen hingegen, philosoph in kiel, trägt das buch in die kneipe: >man scheint gut beraten die LAKRITZVERGIFTUNG in der nähe zu haben, wenn man mal wieder bis fünf keinen schlaf gefunden (jetzt) oder ihn andererseits nie wirklich gesucht hat und es bemerkt, als man doch noch, um drei, zu dieser bar aufgebrochen ist (letzt). da wundert sich Büchners Lena noch: der müde leib findet sein schlafkissen überall, doch wenn der geist müd ist, wo will er ruhen?<