ick kieke, staune, wundre mir …

berlinerische gedichteberliner eck / kneipe, wo du schief anjesehn wirst wennde dein notizzbuch zückst … schreibt Crauss in seinem beitrag zur gerade erschienenen anthologie „berlinerischer gedichte von 1830 bis heute“: jibbter’n trinkjeld, isser nich von hier

über vierhundertsechzig seiten gedichte haben Thilo Bock, Wilfried Ihrig und Ulrich Janetzki für die andere bibliothek zusammengetragen.
neben den Glaßbrenners, Fontanes, Böttichers, Klabunds und Kerrs sind ua. dabei einige Wawerzineks, Papenfüße, Tschirpkes, und Endlers.

Crauss‘ berliner eck stammt ursprünglich übrigens aus der LAKRITZVERGIFTUNG, die als fleissiger dauerseller bereits mitten in der zweiten auflage juicy transversions bietet.

Crauss & Nassauer mit Loops und Klängen beim Kunstwechsel 2016

Kunstwechsel 2016

Crauss und Armin Nassauer beteiligen sich am diesjährigen Kunstwechsel mit Klangcollagen: Service-Loops, Glockenläuten, Live-Textperformances und Schallplattenimprovisationen sind vom 02. bis 04. Dezember neben Bildwerken der Kollegen und Kolleginnen in der 3. Etage des Sieg-Karrée in Krönchentown-City zu bestaunen und wertzuschätzen. Der Eingang zum Event ist auf dem Bahnhofsplatz zwischen WDR und Zara.
Alles über das Programm, die Zeiten und Beteiligten verrät die Website der Organisatoren: die Gruppe 3/55 engagiert sich seit Jahren für Kultur in Siegen. Danke dafür!

Stillstehen, nicht Stillstand. Otto Abts neuer Haiku-Band

Otto Abt, schwester natur

Otto Abts neuer Gedichtband in Haiku und Senryu ist ein Jahreskreis ähnlich dem Film Frühling, Sommer, Herbst, Winter … und Frühling des südkoreanischen Regisseurs Kim Ki-duk: Die Jahreszeiten kommen und gehen, ohne dass man den eigentlichen Wechsel sieht. Man spürt die Veränderung des Wetters, nur selten ein helleres, ein schärferes Licht, ein hervorstechender Ton, der angeschlagen wird.

Das Meditative der Gedichte von Schwester Natur läuft dabei in keinem Moment Gefahr, ins rein Esoterische abzugleiten. Denn einerseits werden konkrete Bauwerke (»Dom zu Massa«), Anlässe (»Ostern in Java«) und Situationen genannt, andererseits verhindern die Haiku und Senryu eine schwelgerische Beliebigkeit oft durch konkrete Anweisungen an den Leser, wie er sich Bilder zu denken hat; nicht nur schön, als reine Oberfläche, als getupfte Aussicht, sondern als auch innerhalb der unterschiedlichen Jahreszeiten ähnlich wiederkehrende Entwicklung oder Handlungsanweisung.

Kulturkreise und kulturelle Erfahrungen des Autors wie des Lesers vermischen und ergänzen sich: was beispielsweise »die alte Linde« (S. 14) nicht vermag, weil sie am Brunnen vor dem Tore fest verankert, in der Heimat verwurzelt ist, lehrt uns die »Buddha-Statue« (S. 7) durch ihr stoisches Blicken ins Weite: das körperliche Stillstehen, das Schweigen auszuhalten, mit ihm umzugehen. Denn Stillstehen bedeutet ja keinesfalls Stillstand. Es sagt: Innehalten, Schauen, Lauschen: schon tropft ein Gamelan-Ton in den anderen (S. 8), strömt ins All und findet im Offenen Heimat, Geborgenheit also, Einfügung.

Dies ist, was Otto Abts Gedichte vermögen: durch eine dezente Reihung uns loszuschicken auf eine nicht immer rein angenehme Gedankenreise, uns aber im unsicheren Augenblick wissen zu lassen, dass wir nicht allein sind auf der Wanderung.

Wem das zu schlicht ist, der überlege, ob er sich Zeit genug gelassen hat. So manches Wort hält eine doppelte Bedeutung bereit – beispielsweise beim Farbmosaik der »Berghänge im Herbstgewand«. »Fest vor dem Abschied« sagt: es ist ein prächtiger, eben festlicher Anblick, die Berge sind aber gleichzeitig starr, erstarrt, tun nichts gegen den Abschied etc. Auch der blaue Himmel ist nicht einfach strahlend und wolkenlos – er ist leer. Er fordert uns auf.

Otto Abt: Schwester Natur mit einem Nachwort von Crauss ist im Buchhandel erhältlich (ISBN 978 3 7412 1189 8) oder über Crauss.

Crauss über das Phänomen Poetry Slam

2014 schrieb Alexander Minor, damals Schüler eines Siegener Gymnasiums, eine Facharbeit über Das Phänomen des Poetry Slams im Vergleich mit traditioneller Lyrik unter dem Aspekt der literarischen Reaktion auf technische Entwicklung. Jetzt soll die Facharbeit im Grin-Verlag veröffentlicht werden; aus Anlass dessen ist hier das Interview wiedergegeben, das Alexander Minor als Quelle für die Arbeit mit Crauss geführt hat.

Üben Sie einen Beruf aus, der etwas mit POETRY SLAM, traditioneller Lyrik oder sogar Beidem zu tun hat?

 Ich bin selbst Dichter, schreibe Lyrik und kurze Prosa, trage meine Texte auch bei Veranstaltungen (Dichterlesungen) vor oder präsentiere sie ähnlich wie bei einem Poetry Slam auf eine performative Weise.

Kann man POETRY SLAM wie Lyrik als eigene Gattung bezeichnen? Warum?

Nein. Poetry Slams sind keine Text-, sondern eine Darbietungsform. Mindestens müsste man unterscheiden zwischen Poetry Slam als Veranstaltung und Poetry Slam-Texten als eventuell eigene Gattung. Aber auch in dieser Hinsicht würde ich die Frage verneinen. Bei Slams werden keine homogenen Textgattungen präsentiert, sondern sehr unterschiedliche Formen. Welche insbesondere, hängt sehr vom Veranstaltungsort ab: In Aachen beispielsweise legt das Publikum vor allem Wert auf humoristisches, beim Slam in Heidelberg kommen dagegen neben Comedy-Texten durchaus ernsthafte Geschichten und sehr leise, fragile Gedichte zur Geltung. Überhaupt wird ja auf Slam-Bühnen meist beides angeboten: Gedichte, Lieder ohne Begleitung, Geschichten.

Haben Sie Erfahrungen mit POETRY SLAM gemacht? Wenn ja, welche? Sind Sie aktiv oder passiv in der Szene unterwegs?

 Ich bin einige Zeit lang selbst bei Poetry Slams aufgetreten, etwa im Subrosa in Dortmund, wo das Publikum nicht nur durch KlaTraditionelle Lyrikchen oder Noten über die Texte abgestimmt hat, sondern auch Bierdeckel auf die Bühne warf, wenn der Vortragende seine Darbietung besser beenden sollte. Ich schreibe zwar auch humorige oder satirische Texte, fand aber irgendwann meine Sachen nicht mehr passend für immer mehr Richtung Comedy einerseits und Weltschmerz-Rap andererseits tendierende Slams. Erst nach langer Pause und auf Einladung des Rundfunks bin ich 2011 wieder einmal bei einem Poetry Slam aufgetreten. In Siegen habe ich gelegentlich Olaf n. Schwanke, den Moderator des Slams vertreten, bin aber außer in den Anfangstagen der hiesigen Veranstaltung nie dort aufgetreten.

Haben Sie sich schon mal mit POETRY SLAM auseinandergesetzt? Wenn ja, wie?

Die Frage ist ein bisschen ungenau. ich habe mich (siehe oben) schon praktisch mit Poetry Slams (Veranstaltung) auseinandergesetzt; mit Slam-Texten setze ich mich als Hörer auseinander, wenn ich im Publikum sitze. Als Leser eher nicht, da ich finde, dass die meisten Slam-Texte an Qualität verlieren, wenn man sie liest (oder umgekehrt: Viele Slam-Texte eignen sich fast ausschließlich für den Vortrag und haben kaum literarische Qualität). Eine mir bekannte Ausnahme ist Toby Hoffmann[1], dessen Texte sehr politisch sind und auch bei der Lektüre nicht an formaler Ästhetik verlieren, da sie nicht an einem sehr typischen Poetry Slam-Duktus festhalten, wie ihn etwa Bas Böttcher pflegt.

Haben Sie sich schon mal mit Traditioneller Lyrik auseinandergesetzt? Wenn ja, wie?

Mein Beruf als Schriftsteller bringt das mit sich. Wer schreibt, sollte auch viel lesen. Beim Dichten (und das gilt ebenso fürs Slam-Texte schreiben) bewege ich mich nicht in einem Vakuum, sondern stets auf der Basis von allem, was vor mir gedichtet wurde. Ob ich es sehr bewusst mache oder nicht, meine Texte stehen immer in Beziehung zu vorhergehenden Schreibern. Ich lese viel zeitgenössische Literatur, Gedichte und Prosa von noch lebenden Autoren, aber auch Lyrik[2], zum Beispiel von Benn bis (in der Zeitrechnung rückwärts laufend) Oswald von Wolkenstein.

Können Sie einen Vergleich zwischen POETRY SLAM und traditioneller Lyrik wagen?

 Wie soll dieser Vergleich aussehen? Eine Unterscheidung qualitativer Art etwa? Dann kann man sagen, dass die Qualität sehr vieler Poetry Slam Texte nicht über den Vortrag und das Ende der Veranstaltung hinausreicht, dass aber auch Goethe viel Schrott produziert hat.

Würden Sie POETRY SLAM als Phänomen bezeichnen? Warum?

Poetry Slam ist sicher ein Massenphänomen und zieht viele eher jüngere Menschen an, die sich sonst vielleicht nicht mit Literatur oder lyrischen Texten beschäftigen. Oft genug geht die große Anziehungskraft von Poetry Slams aber zum Nachteil sonstiger literarischer Veranstaltungen, indem einerseits Leute Poetry Slams für die einzige Form von Literatur halten, andererseits Institutionen und Städte ‚normale‘ Autorenlesungen kaum noch fördern, weil eben weniger Publikum kommt und dadurch auch weniger Geld in die Kassen. Poetry Slams oder entsprechende Texte sind allerdings längst kein Phänomen mehr im Hinblick auf die Neuartigkeit der Veranstaltungsart. Das war vielleicht Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre mal innovativ als es von den USA nach Deutschland  kam, hat sich aber doch heute alles etabliert und eingespielt.

Ist die Oralität das Besondere am POETRY SLAM? Macht sie den Reiz aus? Ist sie revolutionär in der Geschichte / etwas Neuartiges?

Selbstverständlich leben Poetry Slams vom Mündlichen und von der Interaktion mit dem Publikum, oft auch von einer guten Moderation wie erwähnt. Die meisten der dargebotenen Texte lassen stark nach, wenn man sie liest. Revolutionär ist aber an der Oralität rein gar nichts, wenn man bedenkt, dass bis mindestens zum Mittelalter die meisten Texte nicht aufgeschrieben oder leise für sich gelesen, sondern laut und öffentlich vorgetragen und auch entsprechend konzipiert wurden. Im Grunde sind Poetry Slams also etwas uraltes im neuen Gewand.

Kann man bei traditioneller Lyrik auch von einer Performance reden? Wie würden Sie ihre Performance ausdrücken?

Wieso sollte man ein Goethe-Gedicht, etwa den Erlkönig, nicht genauso wirkungsvoll auf die Bühne bringen wie beispielsweise einen Poetry Slam Text. Viele kürzere, eher unbekanntere Märchen der Brüder Grimm (z.B. „Wie die Kinder das Schlachten lernten“) sind viel effektvoller als ein paar aktuelle Zeilen über Akne, Eltern im Wohnwagen oder den eigenen Pimmel (was Andy Strauss so schreibt…). Performance hat aber eigentlich nicht automatisch etwas zu tun mit Lautstärke und Effekthascherei. Bei einem gut komponierten Gedicht kann es eher darauf ankommen, es genau vorzutragen und akzentuiert in dem Sinne, dass Mehrdeutigkeiten auch unabhängig vom Schriftbild hörbar werden.

Stellt die Performance einen gravierenden Unterschied zwischen POETRY SLAM und traditioneller Lyrik dar?

Nein. Wenn ich einen Textvortrag höre, will ich etwas stimmiges, d.h.: Zum Text passendes oder aus dem Text sich konsequent ergebendes hören, ganz egal ob es sich dabei um einen Slam-Text oder ein Rilke-Gedicht handelt.

Kann man Texte wie Lyrik unter dem Aspekt bestimmter Motive untersuchen?

Ist das eine rhetorische Frage oder vom Deutschlehrer vorgegeben? Selbstverständlich lassen sich alle jemals veröffentlichten Texte / Gedichte unter dem Aspekt bestimmter Motive untersuchen. Es gibt ganze Lexika, die Stoffe / Motive der (Welt)Literatur veranschaulichen, also etwa zeigen, wo und wann das Motiv der Rose oder des Waldes in der Literatur jemals vorgekommen ist. Ich halte es sogar für eine sehr natürliche Frage, sich beim Dichten zu überlegen, wo ist mein jetziges Thema bereits einmal behandelt worden (das muss auch gar nicht so wahnsinnig lang her sein). Durch eine Ähnlichkeit oder gerade durch die Abwandlung eines alten Motivs ergeben sich reizvolle Aspekte für beide Texte: mein aktuelles Gedicht und den ‚Vorgänger‘ oder ‚Parallel-Läufer‘.   Wahrscheinlich wird jemand aus Holland ganz anders über die Rose oder die Tulpe schreiben als ich in Deutschland.

Kann man POETRY SLAM als die Lyrik der Moderne bezeichnen?

 Nein. Erstens, weil „POETRY SLAM“ und zweitens weil „Moderne“ nicht genauer definiert sind. Selbst wenn man „POETRY SLAM“ als eigene Gattung nimmt, muss man immer noch in Betracht ziehen, dass Slam-Texte sowohl lyrisch als auch Prosa sein können. Die „Moderne“ als Epoche ist längst vorbei; in der Literatur hat sie eine Zeit des Umbruchs zwischen 1890 und 1920 bezeichnet. Mindestens muss man „Moderne“ durch „zeitgenössisch“ ersetzen, eventuell durch „Post- oder Nachmoderne“, aber auch das sind problematische Begriffe.

Glauben Sie, Literatur kann auf bestimmte z.B. gesellschaftliche Verhältnisse reagieren?

 Literatur reagiert immer auf gesellschaftliche Verhältnisse, nämlich bildet sie im Klein-sten ab, wie ich die Welt, meine gesellschaftliche Umgebung, sehe. Literatur ist Weltwahrnehmung. Auch im Größeren funktioniert das. Nach 9/11 hat es viele Geschichten und Gedichte gegeben, die sich mit dem Ereignis beschäftigten. Zeitgenössische israelische Lyrik beispielsweise beschäftigt sich sehr mit den politischen Verhältnissen im nahen Osten und so weiter. Eher skeptisch bin ich bei der Frage danach, ob Literatur auch (politisch/ gesellschaftlich) etwas bewegen kann, also nicht nur reagiert, sondern neue Prozesse in Gang setzt.

Stellt die technische Entwicklung ein großes Motiv der TL dar / findet man in ihr Reaktionen darauf?

 Ja, sofern man sich auf die Epoche der modernen Literatur bezieht, aber auch vorher und erst recht nachher findet man Reaktionen auf technische Entwicklungen in der Lyrik als auch in anderen Text- und Kunstgattungen. Viele Dichter reagierten auf die Entwicklung des Films und der Photographie, indem sie versuchten, ähnliche Ästhetiken (Bildaufbau, Schnitte) in ihren Texten umzusetzen. Rolf Dieter Brinkmann in den 1970er Jahren oder die Beat-Poeten der 60er arbeiteten stark mit einer Schnitttechnik (cut up), um die immer fragmentarischere Wahrnehmung der Welt darzustellen.

Die hohe Geschwindigkeit heutiger technischer Entwicklung steht außer Frage. Ist die Gesellschaft dennoch immer noch oder gerade heute von der technischen Entwicklung bewegt oder beeinflusst?

Die Gesellschaft bewegt sich natürlich sofort in die Läden oder ans Internet, wenn man ihr einen neuen Happen hinhält und behauptet, damit funktioniere die Welt noch besser. In Wirklichkeit können die neuesten Telefone ja alles mögliche, bloß kaum noch telefonieren. Ich glaube, die Wirkung neuer Entwicklungen ist immer noch in der Gesellschaft spürbar, sie hält aber nicht mehr so lange an wie früher. Manchmal kommen auch totgesagte Techniken zurück: Die Produktion von Vinyl-Schallplatten hat wieder enorm zugenommen und ist, wenn ich recht erinnere, höher als etwa Ende der 1980er Jahre. Auch die Literatur reagiert nicht mehr auf jeden neuen Firlefanz. Anfang der 2000er Jahre gab es zum Beispiel eine Rückbesinnung auf Naturlyrik (die allerdings teils versuchte, technische Dinge so zu beschreiben wie Natürliche und umgekehrt); einer ihrer prominenten und wichtigen Vertreter war und ist der Dichter Ron Winkler. Ich würde sagen: Die Techniken und die zugehörige Sprache ändern sich, Themen und Motive eher nicht.

Und zum Schluss: Könnte man die beiden Gattungen auch unter anderen Aspekten untersuchen und vergleichen?

 Vorsicht: Bei der Frage wird schon wieder vorausgesetzt, Poetry Slam sei tatsächlich eine eigene Gattung! Vielleicht wäre eine Untersuchung interessant, die sich einmal die Mühe macht zu hören, wie traditionelle Lyrik im Vergleich zu Slam-Texten gesprochen/ performt wird. Also nicht Text-formal, oder höchstens über Abhängigkeiten zwischen der geschriebenen Form und wie man sie akustisch umsetzt. Eine weitere Möglichkeit wäre, über das Alter der Schreibenden zu sprechen. Die meisten Slammer sind sehr jung, allerdings wurden viele bekannte traditionelle Gedichte ebenfalls von sehr jungen Dichtern verfasst: Novalis war 28, Trakl 27, Büchner bloß 23 als sie starben.

 

[1]             http://hoffmannpoetry.com/

[2]             Dass ich nicht immer explizit Lyrik sage, sondern Literatur allgemein oder Texte hat damit zu   tun, dass die Gattungen bei Zeitgenössischen Autoren oft fließend ineinander übergehen und  selbst bei vielen modernen und klassischen Autoren nicht unterschieden werden können. Was Dichter früher z.B. als Lied geschrieben haben, lesen wir heute als Gedicht – will man genau  sein, ist das aber schon ein Gattungsunterschied.

ONE IS A CROWD: CRAUSS.

Crauss macht sich bereitim sommer 2016 unternimmt das CROWD network, ein zusammenschluss deutscher, griechischer und österreichischer literaturvereine, eine bustour von finnland nach zypern – quer durch europa. jede woche wechselt die besatzung des literarischen spielmobils.

Crauss fährt von thessaloniki nach athen mit und spricht in einem vorab-interview über kollaborationen, an denen er vorher teilhatte, über seinen lieblings-literaturort in siegen und eine beeindruckende lesung von Jan Rottmann.